Museen

Werke von Erich Heckel befinden sich in fast allen größeren deutschen Museen, die eine Sammlung der Moderne haben. Arbeiten auf Papier (Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphik) liegen in der Regel in den Graphischen Sammlungen, können aber meist nach vorheriger Absprache in den Studiensälen betrachtet werden.

Durch Umfang oder Einzigartigkeit ihres Heckel-Bestandes ragen folgende Häuser heraus:

Berlin

Brücke-Museum
Durch eine Stiftung Karl Schmidt-Rottluffs 1967 eröffnet, haben umfangreiche Schenkungen Heckels sowohl eigener Werke, als auch solcher seiner Kollegen zum Aufbau der Sammlung wesentlich beigetragen. Das Museum besitzt von Heckel etwa 30 Gemälde aus allen Schaffensphasen, einen reichen Bestand an Zeichnungen, Aquarellen und Druckgraphik sowie drei von den sieben erhaltenen Holzskulpturen. 

Nationalgalerie
Einige wichtige Gemälde und im Kupferstichkabinett ein bedeutender Bestand an Arbeiten auf Papier, der zum Teil noch aus der Zeit vor 1937 stammt.

Chemnitz

Kunstsammlungen Chemnitz und Museum Gunzenhauser
Neben einem ansehnlichen Bestand an Druckgraphik, darunter auch frühe und seltene Abzüge, kamen in jüngerer Zeit vor allem die Erwerbung der bedeutenden Holzplastik „Stehende“ von 1920 (aus der Smlg. Hermann Gerlinger) sowie zwei großzügige Schenkungen von Druckgraphiken und Aquarellen aus Privatbesitz hinzu (2021: Katharina Coupland; 2024: Jürgen Brinkmann); außerdem bereichern wichtige Leihgaben (u.a. der Dieter und Olga Bock-Stiftung) den Bestand.

Erfurt

Angermuseum
Im sog. Heckel-Raum befindet sich der Wandbildzyklus „Lebensstufen“ (Secco-Malerei), entstanden 1922 bis 1923 – die einzige Wandmalerei aus dem Kreis der „Brücke“-Künstler, die sich erhalten hat.

Essen

Museum Folkwang
Neben Gemälden, einer Holzskulptur sowie einer Reihe von Zeichnungen und Aquarellen besitzt das Museum einen annähernd kompletten Bestand der Druckgraphik Heckels (1964 vom Künstler erworben).

München

Pinakothek der Modernen Kunst
Besitzt u.a. den berühmten „Gläsernen Tag“ von 1913 –  eines der als am bedeutendsten angesehenen Gemälde Heckels.

Karlsruhe

Staatliche Kunsthalle
Neben einem Gemälde aus der Brücke-Zeit – das zweite ursprünglich in der Sammlung befindliche Gemälde wurde 2021 an die Erben restituiert und befindet sich heute im Virginia Museum, Richmond/USA – sind umfangreiche Konvolute an Arbeiten auf Papier im Bestand, zum Großteil aus einer Stiftung Erich Heckels sowie später seiner Frau.

Hamburg

Altonaer Museum
U.a. aufgrund von Schenkungen des Künstlers und – nach dessen Tod – von Siddi Heckel besitzt das Museum neben zwei Gemälden sowie einem erheblichen Bestand an Aquarellen und Graphiken die einzigartige Sammlung seiner bemalten Postkarten (sowie auch die von Künstler- Kollegen an ihn).

Museum für Kunst und Gewerbe
Heckels Skulptur Große Stehende von 1912 (1929 von Max Sauerlandt als erste Skulptur für ein Museum erworben), wurde 1937 beschlagnahmt und ist seitdem verschollen.
Von den wenigen erhaltenen plastischen Arbeiten Heckels befinden sich heute u.a. zwei Holzskulpturen, eine kleine Steinskulptur sowie einige in Silberblech getriebene Schmuckstücke im Museum.

Stuttgart

Staatsgalerie
Nicht zuletzt aufgrund einer Stiftung Siddi Heckels besitzt die Graphische Sammlung ein gewichtiges Konvolut von Arbeiten auf Papier, das in neuerer Zeit durch bedeutende Werke aus der Sammlung Max Fischer (als Leihgabe) ergänzt worden ist.

Bernried

Museum Buchheim
Beherbergt die älteste und sicher kostbarste private Expressionismus-Sammlung (von Heckel u.a. das bekannte Gemälde „Schlafender Pechstein“, 1910).

Halle

Stiftung Moritzburg
Zwei bedeutende Gemälde Heckels aus früher Zeit. Das Museum besaß in den 20er und frühen 30er Jahren (bis zur Beschlagnahme-Aktion „Entartete Kunst“) eine der bedeutendsten Bestände expressionistischer Kunst.

Schleswig

Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
Gemälde aus der mittleren und späten Zeit, die sich Heckels Aufenthalten an den norddeutschen Küsten verdanken, sowie ein umfangreicher Bestand an Arbeiten auf Papier, zum Teil aus Leihgaben sowie der Stiftung Rolf und Bettina Horn.

Im Ausland

Dank der während der Nazizeit in die USA emigrierten Sammler sind es vor allem amerikanische Museen, die deutsche Kunst der Klassischen Moderne außerhalb Deutschlands beherbergen, u.a. die folgenden:

New York

Museum of Modern Art
Besitzt eine nennenswerte Sammlung an Heckel-Graphik.

Neue Galerie
Das 2001 gegründete und ab 2027 mit dem Metropolitan Museum fusionierte Privatmuseum, widmet sich ausschließlich der deutschen und österreichischen Kunst des frühen 20. Jahrhunderts und besitzt neben bedeutenden Werken Gustav Klimts u.a. auch zentrale Bilder der „Brücke“-Maler.

Cambridge, Mass.

Busch-Reisinger-Museum / Harvard University Art Museum
Ein Zentrum für deutsche Kunst, besitzt von Heckel u.a. das berühmte Triptychon „Genesende“ von 1913.

Los Angeles

County Museum of Art
Beherbergt mit der Sammlung Rifkind eine der umfangreichsten Graphik-Kollektionen des deutschen Expressionismus, darunter von Heckel eine von nur zwei komplett erhaltenen Folgen seiner Holzschnitte zur Zuchthausballade von Oscar Wilde aus dem Jahr 1907 (die andere befindet sich im Museum Folkwang, Essen). Außerdem ein Gemälde Heckels von 1909.

Madrid

Museum Thyssen-Bornemisza
Von Heckel u.a. zwei der am häufigsten ausgestellten und abgebildeten Gemälde aus den Jahren 1907 „Ziegelei“ und 1908 „Haus in Dangast“.

Weitere Städte

Die Kunstmuseen in Jerusalem und Tel Aviv besitzen jeweils drei Gemälde von Heckel. Weitere befinden sich auch in Museen in Amsterdam, Cardiff, Gent, Hiroshima sowie in der Schweiz: Aarau, Winterthur, Bern.

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